Archiv vom Juni, 2011:
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Schriftsetzerei Annette Hoffmann 72160 Horb am Neckar www.schriftsetzerin.com
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Der Schriftsetzer 1/2
Im Gerberviertel, nicht weit von der Stadt Nördlingen, hat Oskar Bernhard in einem Fachwerkbau aus dem Jahr 1580 seine Werkstatt. Wie früher setzt der 60-jährige noch Plakate, Anzeigen, Briefbögen, Visitenkarten mit der Hand aus Blei- und Holzbuchstaben, um sie dann mit einer Tiegelpresse zu Papier zu bringen. Oskar Bernhard ist einer der letzten Schriftsetzer in Deutschland. Er arbeitet in Nördlingen in einem rund 400 Jahre alten Haus direkt an der mittelalterlichen Stadtmauer. Noch heute hat er Aufträge, die von der Geburtsanzeige über die Speisekarte bis zum kleinen Buch reichen. Im Gegensatz zum normierten Großbetrieb macht er seinen Kunden Vorschläge, welche Schriftart, welche Größe oder Farbe die Schrift haben könnte. Aus in Blei gegossenen Buchstaben, die der Schriftgießer herstellt, setzt der Schriftsetzer einen Text zusammen, den ihm ein Autor vorgelegt hat. Die Buchstaben, die er verwendet, haben eine genau genormte Höhe. Das ist später wichtig für einen gleichmäßigen Druck in der Druckmaschine. Auch Bilder oder Schmuckbestandteile der Seite müssen diese Höhe einhalten. Dabei geht es manchmal um Hundertstel-Millimeter. Damit die Höhe stimmt, werden die Nicht-Text-Bestandteile einzeln vermessen, bevor sie in die Seite eingebaut und gegebenenfalls unterlegt werden. Der Schriftsetzer bestimmt die Größe der Schrift in der Maßeinheit “Punkt”. Der Ausdruck “Punktgenaues arbeiten” kommt daher. Aus einem Setzkasten, der rund 20 Kilo wiegt, nimmt der Setzer die …
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Im Gerberviertel, nicht weit von der Stadt Nördlingen, hat Oskar Bernhard in einem Fachwerkbau aus dem Jahr 1580 seine Werkstatt. Wie früher setzt der 60-jährige noch Plakate, Anzeigen, Briefbögen, Visitenkarten mit der Hand aus Blei- und Holzbuchstaben, um sie dann mit einer Tiegelpresse zu Papier zu bringen. Oskar Bernhard ist einer der letzten Schriftsetzer in Deutschland. Er arbeitet in Nördlingen in einem rund 400 Jahre alten Haus direkt an der mittelalterlichen Stadtmauer. Noch heute hat er Aufträge, die von der Geburtsanzeige über die Speisekarte bis zum kleinen Buch reichen. Im Gegensatz zum normierten Großbetrieb macht er seinen Kunden Vorschläge, welche Schriftart, welche Größe oder Farbe die Schrift haben könnte. Aus in Blei gegossenen Buchstaben, die der Schriftgießer herstellt, setzt der Schriftsetzer einen Text zusammen, den ihm ein Autor vorgelegt hat. Die Buchstaben, die er verwendet, haben eine genau genormte Höhe. Das ist später wichtig für einen gleichmäßigen Druck in der Druckmaschine. Auch Bilder oder Schmuckbestandteile der Seite müssen diese Höhe einhalten. Dabei geht es manchmal um Hundertstel-Millimeter. Damit die Höhe stimmt, werden die Nicht-Text-Bestandteile einzeln vermessen, bevor sie in die Seite eingebaut und gegebenenfalls unterlegt werden. Der Schriftsetzer bestimmt die Größe der Schrift in der Maßeinheit “Punkt”. Der Ausdruck “Punktgenaues arbeiten” kommt daher. Aus einem Setzkasten, der rund 20 Kilo wiegt, nimmt der Setzer die …

